In Memoriam — SJC meets ZJSO


Mitwirkende

  • Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO
  • Schweizer Jugendchor SJC
  • Marie Lys, Sopran
  • Lisa Lüthi, Alt
  • Remy Burnens, Tenor
  • Alexandre Beuchat, Bass
  • Nicolas Fink, Konzept und Musikalische Leitung
  • Joseph Sieber, Musikalische Leitung
  • Markus Güdel, Lichtdesign

Angebote für Schulen und Jugendensembles

Für Schulklassen und Ensembles haben wir vier massgeschneiderte Angebote entwickelt. Sie wirken verstärkend auf ein unvergesslichem Konzerterlebnis und bieten Einblick in die Orchester- und Chorarbeit.

Konzertprogramm

Benjamin Britten (1913-1976)

 

Sinfonia da Requiem

Gustav Mahler (1860-1911)

 

Urlicht 

(Bearb. Clytus Gottwald für Chor a capella)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

 

Requiem d- Moll (Fassung nach Xaver Süssmayr)

Für Solisten, Chor und Orchester

 


Mit IN MEMORIAM können Sie die erste Zusammenarbeit zweier ambitionierter Ensembles erleben, welche sich in der Vergangenheit besonders durch ihren jugendlichen Elan und ihren Charme hervorgetan haben. Vielleicht fragen Sie sich, warum sich junge Musiker da mit dem Thema Erinnerung und Abschied auseinandersetzen und Ihnen somit ein doch eher "schweres" Programm präsentieren?

 

Benjamin Brittens "Sinfonia da requiem" war ursprünglich ein Auftragswerk der japanischen Regierung, welche die 2600jährige (!) Regentschaft der kaiserlichen Familie zu feiern gedachte. Das war 1939, als die Welt am Abgrund des zweiten Weltkrieges stand und kurz bevor Japan Großbritannien als Feind gegenüberstehen sollte. Britten, ein überzeugter Pazifist, wollte mit seinem Werk vor dem Grauen des Krieges warnen. Empört wurde das Werk zurückgewiesen, nicht zuletzt aufgrund seines "christlichen Gewandes".

 

Heute Abend, fast 80 Jahre später, möchten wir es Britten gleichtun und den liturgischen Kontext des Requiems aufbrechen und den verbindenden Akt des gemeinsamen Erinnerns in den Vordergrund stellen. In Mozarts Requiem gehen wir sogar noch einen Schritt weiter: Die Begegnung der beiden Ensembles findet auch räumlich statt und erlaubt sowohl den Aufführenden sowie den Zuhörern ein neuartiges Klangerlebnis.

 Es war nicht einfach, dieses Projekt zu realisieren: künstlerisch, administrativ und finanziell mussten viele Hürden genommen werden. Die Überwindung von Grenzen, die Aufhebung der Trennung zwischen Chor und Orchester, all dies hat eine neue Gemeinschaft erschaffen und uns neue Möglichkeiten und Stärken entdecken lassen.

 

Die Welt um uns herum verändert sich gerade rasant. Neue Kommunikationsplattformen erlauben es uns, rund um die Uhr miteinander verbunden zu sein; neue Ideen finden einen idealen Nährboden. Aber dieses Projekt hat uns auch gezeigt, dass diese Ideen erst dann fruchten, wenn wir aus der virtuellen Welt heraustreten, uns immer wieder aufs Neue begegnen und so unsere vorgefassten Meinungen überwinden.

Nur so findet IN MEMORIAM auch wirklich statt und wir brauchen von der Vergangenheit nicht wieder eingeholt zu werden. Alle Aufführenden widmen dieses Konzert einer verstorbenen Person. Wir laden Sie dazu ein, es uns gleichzutun.

 

 

Wir wünschen Ihnen ein eindrückliches Konzerterlebnis!